Der Reichstag
Das Reichstagsgebäude ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages.
Im spektakulären Hauptstadtbeschluss vom 20. Juni 1991 hat der Bundestag in Bonn
mit 18 Stimmen Mehrheit für Berlin als Hauptstadt und damit für einen Umzug des
Deutschen Bundestages nach Berlin gestimmt. Der vierzehnte Deutsche Bundestag mit
Wolfgang Thierse als Bundestagspräsidenten verwirklichte 1999 diesen Beschluss.
Seitdem gilt der Reichstag wieder als das Symbol der Deutschen Demokratie.
Besuchen Sie das Reichstagsgebäude und damit den Deutschen
Bundestag! So erhalten Sie einzigartige und detailierte Einblicke in die
Machtzentrale Deutschlands.
Im Plenarsaal des Deutschen Bundestages wird ein Referent des
Besucherdienstes 45 Minuten über Aufbau, Aufgaben und Arbeitsweise des
Deutschen Parlamentes berichten. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit
Ihre Fragen zu stellen.
Vor Ihrem Besuch im Deutschen Bundestag haben Sie die Möglichkeit
sich über einzelne Themen im Regierungsviertel spezieller zu informieren.
Wählen Sie dazu einfach Ihre Wunschtour aus.
Die Besichtigung der legendären Kuppel des Reichstagesgebäudes
wird Ihren Besuch bekrönen und Ihnen einen vorzüglichen Blick auf das
Regierungsviertel in der Mitte Berlins bieten.
Das Reichstagsgebäude zählt jährlich etwa 3 Millionen Besucher und ist damit das meistbesuchteste Parlament der Welt! Seien auch Sie dabei und erleben Sie das deutsche Parlament hautnah. Auf Wunsch erhalten Sie vorab historische und politische Informationen zum Regierungsviertel und können somit Ihren Besuch im Reichstag vertiefen.
Wissenswertes zum Reichstagsgebäude
Der Reichstag wurde vom Architekten Paul Wallot entworfen. Die Grundsteinlegung vollzog noch der erste deutsche Kaiser Wilhelm I. am 9. Juni 1884. Die späteren Kaiser Friedrich III. und Wilhelm II. waren ebenfalls dabei. Doch nur der letzte deutsche Kaiser Wilhlem II. erlebte die Fertigstellung des "Reichsaffenhauses" am 5. Dezember 1994.
Nach 23 Jahren zog der Reichstag aus der Leipziger Straße 4
in das neue Reichstagsgebäude um und prägte dort für 39 Jahre
das politische Geschehen in Deutschland.
In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 brannte
- aus bis heute nicht eindeutig geklärten Gründen -
der Plenarsaal des Reichstagsgebäudes völlig aus.
Die gegenüberliegende Kroll-Oper wurde bis 1945 Tagungsort
für den nationalsozialistisch geprägten Reichstag.
Das stark umkämpfte Reichstagsgebäude war nach Kriegsende eine Ruine.
Am 22. November 1954 wurde aus statischer Unsicherheit die Kuppel gesprengt.
Der Architekt Paul Baumgarten übernahm von 1961 bis 1973 den Wiederaufbau des
Reichstages, der nun als Ausstellungsort für "Fragen an die Deutsche
Geschichte" diente und direkt an der Berliner Mauer stand.
Erst mit der Deutschen Einheit vom 3. Oktober 1990 und mit dem Hauptstadtbeschluss änderte sich die Bedeutung des Reichstages erneut. Kurz nachdem das Reichstagsgebäude vom 24. Juni bis 7. Juli 1995 durch das Künstler-Ehepaar Christo und Jeanne-Claude verhüllt wurde, begannen die Umbauarbeiten durch den Architekten Norman Foster. Der neugeschaffene 1200 m² große Plenarsaal, das einzigartige Energiekonzept und die weltweit berühmte Glaskuppel des neuen Reichstagsgebäudes laden zur Besichtigung ein.