Das Leben am Todesstreifen

Die Berliner Mauer mit Zeitzeugen erleben

Berliner Ansichten von beiden Seiten der Mauer

Berliner aus Ost + West erzählen

Start der Tour zur Berliner Mauer ist am Eingang der Gedenkstätte in der Bernauer Straße. Nachdem Sie mit den beiden Zeitzeugen auf die Aussichtsplattform gelangt sind, können Sie selbst einen Blick in den Todesstreifen riskieren. Ihre Guides werden Ihnen die Geschichte und den Alltag an der Berliner Mauer erläutern.

Nach einem anschließenden Spaziergang auf dem einstigen Versorgungsweg der Grenzsoldaten besuchen Sie die Kapelle der Versönung. An ihrer Stelle stand die Versöhnungskirche, die 1985 von der DDR-Regierung gesprengt wurde. Im Todestreifen sollte es freien Blick geben.

Auf dem anschließenden Rundgang über das Gelände erfahren Sie den Aufbau und die Struktur der Berliner Mauer. 136 Menschen mussten wegen der tödlichen Teilungspolitik ihr Leben lassen. Doch weit über fünf tausend haben es geschafft die Berliner Mauer zu überwinden. Wer waren diese Menschen?

Erfahren Sie die alltäglichen Einblicke vom Leben am Todesstreifen.
"Am letzten Sonntag, früh sieben Uhr, erschienen im Hinterhaus die Stasi und 10 Mann", berichtete ein Anwohner der Bernauer Straße nach seiner geglückten Flucht am 25. September 1961. "Die Bewohner mussten das Haus sofort verlassen, sie durften nur ihre Eßwaren mitnehmen. Wohin die Reise geht, wird keinem gesagt."

Am 4. September 1962 meldeten die Grenztruppen von der Bernauer Straße: "Gegen 14.20 Uhr sah der Uteroffizier, wie sich eine männliche Person auf der Friedhofsmauer des Sophienfriedhofes der Staatsgrenze näherte (...) Ingesamt wurden von ihm nur 2 Schuß abgegeben. Der Grenzverletzer fiel ca. 2 bis 3 Meter von der Staatsgrenze entfernt. Westberliner Territorium wurde dabei nicht verletzt.

Zwei Episoden aus einer geteilten Stadt.
Ein Guide Ihrer Tour wuchs als Kind mitten im Todesstreifen auf. Um nach Hause zu kommen benötigte er einen Sonder-Ausweis und wurde täglich kontrolliert. Die Fenster in seinem Kinderzimmer durfte er niemals öffnen. Sein Blick fiel direkt auf die Soldaten im Wachturm.

Als er selbst zu den Grenztruppen kam, brachen die Kindheitslügen und Verdrängungen auf: Diese Mauer war kein Schutz, sondern Bedrohung seiner eigenen Bürger. Er änderte sein Denken radikal und brach mit seiner Familie. Doch was geschah bei den Grenztruppen, als er sich nun offen weigerte NIEMALS zu schießen?

Der andere Guide Ihrer Tour nutzte die Berliner Mauer um bei Demontrationen vor der Westberliner Polizei zu fliehen. Denn etwa 3 Meter vor der Mauerlinie war noch Ostberliner Territorium. Dort war man vogelfrei. Was die Protestkultur Westberlins extrem geprägt hat.

Das Alltagsleben an der Berliner Mauer war vielfältig.
  • Stadtführer:
Wie war das Leben mit der Berliner Mauer im alltäglichen Leben?
  • Treffpunkt:

Der Treffpunkt ist am Eingang der Gedenkstätte der Berliner Mauer in der Bernauer Straße Nummer 111.

Um zur Gedenkstätte der Berliner Mauer zu gelangen, können Sie die S-Bahnlinien S1, S2 sowie S25 zum Nordbahnhof oder die U-Bahnlinie U8 zur Haltestelle Bernauer Straße nutzen. Mit der Buslinie 247 können Sie zum Nordbahnhof und zur Haltestelle Bernauer Straße fahren.

Die Tramlinie M10 bringt Sie direkt zur Gedenkstätte Berliner Mauer.

  • Startzeiten:

9.00 bis 18.00 Uhr - frei wählbar

Dauer: 1,5 Stunden

Von Januar bis Dezember buchbar. Außer Heilig Abend und andere spezielle Feiertage. Die genauen Tage entnehmen Sie bitte dem Kalender im Buchungssystem.
Ganzjährig buchbar.
  • Tour-Preise:
Gruppengröße Preis Link zur Buchung
Kleingruppe
bis 14 Personen
140,00 Euro Jetzt buchen!
Gruppe
bis 30 Personen
240,00 Euro Jetzt buchen!
Klassenfahrten
Kinder/Schüler
120,00 Euro Jetzt buchen!
Vertiefende Informationen zur Berliner Mauer und zum Mauerfall am 9. November 1989
Bau und Struktur der Berliner Mauer

In schönen Zeitraffer-Bildern und leicht verständlich erfahren Sie in diesem Video den Aufau und die Geschichte der Berliner Mauer. Sehr eindrücklich wird die Teilung Berlins deutlich.

4.26 Minuten

Wie war der Mauerfall wirklich?

Eine Dokumentation mit vielen Interviews vom 9. November 1989 - in der Nacht als die Berliner Mauer fiel. Die Beiträge ost + westdeutscher Fernsehsender sorgen für eine zusätzliche Informationstiefe.

29.40 Minuten

Erleben Sie die Berliner Mauer mit Zeitzeugen aus Ost + West-Berlin!

Aus unserem Gästebuch

Das schrieben uns Gäste nach der Zeitzeugen-Tour zur Berliner Mauer:

  • Trotz der Kälte haben wir gelauscht und ausgeharrt! Heute ist Berlin zum Glück wieder eine Stadt. Umso kurioser klingen die Geschichten der beiden Stadtführer. Wie wie aus einer anderen Welt. Vielen Dank für diese Zeitreise. Ich werde Sie empfehlen.
    Astrid Rieder am 12. Januar 2016
  • Vielen Dank Herr Barth für die schönen Tage in Berlin! Am spannensten fanden meine Schüler die Führung zur Berliner Mauer. Wir haben das im Unterricht theoretisch besprochen. Es anzuschauen und zu erleben war doch viel eindringlicher.
    Abschlussklasse vom Heine-Gymnasium am 27. Juni 2015
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